Das Grauen kommt aus der Tiefe
Joseph Blackwood fährt mit seiner Tochter Robin in ein Fischerdörfchen an der windumtosten Küste Neufundlands, um dort den Sommerurlaub zu verbringen. Doch das malerische Bareneed entpuppt sich schon bald als Ort des Grauens. Eine Seuche ist ausgebrochen: Die Menschen werden zuerst depressiv, dann aggressiv - und schließlich vergessen sie zu atmen.
Während Joseph noch die ersten Symptome der Krankheit zu unterdrücken versucht, verschwindet Robin plötzlich ... Der mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnete Kenneth J. Harvey hat mit "Die Stadt, die das Atmen vergass" einen Roman vorgelegt, der so schaurig wie tiefgründig, so packend wie bewegend ist.
Bareneed mit seinen alten Fischerkaten ist genau so, wie Joseph Blackwood es sich vorgestellt hat: wunderbar pittoresk und voller Atmosphäre. Drei Sommerwochen...
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Das Grauen kommt aus der Tiefe
Joseph Blackwood fährt mit seiner Tochter Robin in ein Fischerdörfchen an der windumtosten Küste Neufundlands, um dort den Sommerurlaub zu verbringen. Doch das malerische Bareneed entpuppt sich schon bald als Ort des Grauens. Eine Seuche ist ausgebrochen: Die Menschen werden zuerst depressiv, dann aggressiv - und schließlich vergessen sie zu atmen.
Während Joseph noch die ersten Symptome der Krankheit zu unterdrücken versucht, verschwindet Robin plötzlich ... Der mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnete Kenneth J. Harvey hat mit "Die Stadt, die das Atmen vergass" einen Roman vorgelegt, der so schaurig wie tiefgründig, so packend wie bewegend ist.
Bareneed mit seinen alten Fischerkaten ist genau so, wie Joseph Blackwood es sich vorgestellt hat: wunderbar pittoresk und voller Atmosphäre. Drei Sommerwochen wird er mit der achtjährigen Robin in dieser Abgeschiedenheit am Meer verbringen und zum ersten Mal seit der Trennung von seiner Frau wieder Zeit für seine Tochter haben. Doch schon am ersten Urlaubstag wird Joseph mit den unerklärlichen Geschehnissen konfrontiert, die die Bewohner von Bareneed in Angst und Schrecken versetzen. Aus den Tiefen des Meeres tauchen Kreaturen auf, die keiner je zuvor zu Gesicht bekommen hat. Und täglich spült die Flut mehr und mehr Leichen von Menschen an Land, die auf See verschollen sind - manche vor wenigen, manche jedoch schon vor Hunderten von Jahren. Joseph fragt sich, ob es nicht besser wäre, mit Robin unverzüglich nach Hause zu fahren. Doch statt seinem Instinkt zu folgen, bleibt er - bis es zu spät ist. Der Ort ist vom Militär abgesperrt worden, da in Bareneed eine Seuche ausgebrochen ist. Die Erkrankten werden zuerst schwermütig, dann wahnhaft gewalttätig, und schließlich ersticken sie qualvoll. Auch Joseph erkrankt. Während der Irrsinn langsam Besitz von ihm ergreift, wird seine Tochter von ihrer neuen Freundin Jessica in eine andere Welt gezogen. Eines Nachts lockt das geheimnisvolle Mädchen sie aus dem Bett, hin zu den steilen Klippen.
In "Die Stadt, die das Atmen vergass" spielt Kenneth J. Harvey mit den Elementen einer klassischen Gruselgeschichte - schaurig atemberaubend und zugleich bezaubernd schön.
"Kenneth J. Harvey hat keinen vordergründigen Horror geschrieben, sondern eine brillant erzählte, tiefgründige Geschichte vom Einbruch des Grauens in die Normalität."
Stern
"Wie der Kanadier seine ungewöhnliche Schauergeschichte entwickelt, wie er das Grauen zwar behutsam, aber zugleich in rasantem Tempo voranschreiten lässt, wie er dabei subtil erzählt von der Brüchigkeit menschlicher Beziehungen und vom Verlust der Identität angesichts massiver wirtschaftlicher und ökologischer Veränderungen, da müsste ein Stephen King vor Neid erblassen."
WAZ
"'Kann', fragt das US-Literaturmagazin 'The Believer' verschmitzt, 'ein Horrorroman soziale und ökonomische Einsichten vermitteln, obwohl wir uns beim Lesen vor Angst in die Hose machen?' Schwierige Frage. Uneigentlich geht es Harvey um ein schönes, wahres, grünes Leben, ganz nah an den eigenen Wurzeln. Eigentlich aber haben wir Kanadas Stephen King gesehen."
Die Welt